Präsident Janukowitsch trifft deutsche Manager bei Münchner Sicherheitskonferenz
Kiew (dapd). Der Ostausschuss der Deutschen Wirtschaft fordert mehr Investitionsschutz in der Ukraine. Vertreter der deutschen Wirtschaft forderten Präsident Viktor Janukowitsch am Freitag am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz dazu auf, das Investitionsklima in dem Land zu verbessern.
"Wir haben deutlich gemacht, dass es so schnell wie möglich zu einer De-Blockade der Beziehungen zwischen EU und Ukraine kommen muss, damit das Assoziierungsabkommen unterschrieben werden kann", sagte der Geschäftsführer des Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft, Rainer Lindner, der Nachrichtenagentur dapd.
Die ukrainischen Delegationsvertreter erklärten, das Land habe großen Modernisierungsbedarf, ohne internationale Partner könnten in der ehemaligen Sowjetrepublik dringend notwendige Infrastruktur- und Energieprojekte aber nicht umgesetzt werden.

Präsident Janukowitsch sagte auf einer Pressekonferenz, deutsche Banken sollten sich an einem Konsortium zur Privatisierung des ukrainischen Gastransportsystems beteiligen.
Vor Beginn der Sicherheitskonferenz hatten sich Janukowitsch und Außenminister Konstantin Grischtschenko mit Vertretern der deutschen Bau-, Banken-, Energie- und Agrarbranche getroffen.
Ende Dezember war ein EU-Ukraine-Gipfel in Kiew erfolglos zu Ende gegangen, weil die EU der Ukraine Mängel bei der Rechtsstaatlichkeit und Demokratiedefizite vorgeworfen hatte. Ohne signifikante Veränderungen der ukrainischen Innenpolitik wird die Unterzeichnung des 2011 ausgehandelten EU-Vertrages sich weiter verschieben.
dapd
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