Insgesamt 1,4 Milliarden Euro in Bahnhöfe und Streckenausbauten investiert
Nürnberg (dapd). Das Konjunkturprogramm der Bundesregierung aus Anlass der Wirtschaftskrise von 2008/2009 hat der Bahn 1,4 Milliarden Euro zusätzlich für die Modernisierung ihrer Infrastruktur gebracht. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) und Bahnchef Rüdiger Grube feierten am Dienstag in Nürnberg die "Punktlandung" bei der Verwendung der Bundesmittel und kündigten zugleich weitere Verbesserungen in den Stationen und der übrigen Infrastruktur an.
Insgesamt wurden 2.100 der 5.700 Bahnhöfe für 325 Millionen Euro, Projekte im Schienennetz für 960 Millionen Euro und Energieanlagen für 100 Millionen Euro umgesetzt. Bei den Bahnhöfen reichten die Maßnahmen von elektronischen Zugzielanzeigern oder Wetterschutzhäuschen für Haltepunkte bis hin zu denkmalgerechter Sanierung größerer Stationen wie Osnabrück oder Dessau. Bei den Schienenprojekten wurden Neu- und Ausbauprojekte wie die Strecke Erfurt - Nürnberg beschleunigt und bestehende Strecken erneuert sowie Güterumschlaganlagen erweitert.
Grube wünschte sich gleichwohl mehr Geld vom Bund für die Renovierung der Bahnhöfe. "Ich würde mich freuen, wenn wir mit der Bundesregierung ein Modernisierungsprogramm für 200 Bahnhöfe pro Jahr verabschieden könnten", sagte er.

Ramsauer kündigte an, weitere 100 Millionen Euro aus neu zugewiesenen Haushaltsmitteln bereitzustellen, mit denen noch einmal 80 bis 100 Bahnhöfe modernisiert werden könnten. Der CSU-Politiker wies darauf hin, dass der Bund bis 2015 eine Milliarde Euro zusätzlich für die Schiene bereitstelle. Grube kündigte an, bis 2014 "fast alle Bahnhöfe" mit einem Wetterschutz auszustatten.
Der Fahrgastverband Pro Bahn forderte Bund und Deutsche Bahn derweil auf, die Bahnhöfe weiter zu modernisieren. "Es darf nicht nachgelassen werden", sagte der Bundesvorsitzende Karl-Peter Naumann der "Saarbrücker Zeitung" (Dienstagausgabe). Trotz des erfolgreichen Sonderprogramms zur Bahnhofsmodernisierung fehlten flächendeckende Verbesserungen für die Reisenden. Insbesondere in Ostdeutschland und in den Grenzregionen herrsche nach wie vor erheblicher Modernisierungsbedarf.
dapd
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