Nach Angaben der Stuttgarter Polizei gab es während der Demonstration am Bahnhof keine Zwischenfälle
Stuttgart (ddp-bwb). Erneut sind am Freitagabend Zehntausende Gegner des umstrittenen Bahnprojekts "Stuttgart21" in der baden-württembergischen Landeshauptstadt auf die Straße gegangen. Auf der nach Angaben der Veranstalter bislang größten Demonstration hatten 65 000 Menschen ihren Widerstand gegen das Milliardenvorhaben der Bahn bekundet. Die Polizei sprach hingegen von 30 000 Teilnehmern. Dabei besetzen Aktivisten der Umweltorganisation "Robin Wood" und der "Parkschützer" mehrere Bäume im Mittleren Schlossgarten und bauten ein "Widerstands-Baumhaus" im Wipfel einer von Abholzung bedrohten alten Platanen. Fast 300 Bäume sollen dort der Kettensäge zum Opfer fallen. Die Projekt-Gegner starteten den Angaben zufolge diese Baumbesetzung, weil am ehemaligen Zentralen Omnibusbahnhof in Parknähe bereits Probebohrungen gestartet wurden. Dies seien vorbereitende Maßnahmen für die Absenkung des Grundwasserspiegels im Zuge der Bauarbeiten am künftigen unterirdischen Bahnhof.
Nach Angaben der Stuttgarter Polizei gab es während der Demonstration am Bahnhof keine Zwischenfälle.

Bei dem Bahnprojekt "Stuttgart 21" wird der Stuttgarter Hauptbahnhof vom Kopf- zum unterirdischen Durchgangsbahnhof umgebaut. Das Vorhaben soll 4,1 Milliarden Euro kosten und planmäßig 2019 in Betrieb genommen werden.
ddp
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