Besonders der Export nach Russland ist nach langer Durststrecke zuletzt sprunghaft angestiegen
Berlin (ddp). Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft erwartet für das laufende Jahr im Handel mit fast allen Ländern Mittel- und Osteuropas deutliche Zuwächse. Nach einem eher verhaltenen Frühjahr 2010 zeichneten sich zweistellige Zuwächse im Export und Import ab, teilte der Ausschuss am Donnerstag in Berlin mit. Darauf deuteten die aktuellen Halbjahreszahlen des Statistischen Bundesamtes hin. Es zahle sich jetzt aus, dass nahezu alle deutschen Firmen während der tiefsten Wirtschaftskrise in den Ländern Osteuropas an ihrem Engagement in der Region festgehalten hätten, sagte der Vorsitzende des Ost-Ausschusses, Klaus Mangold.
Die Länder Mittel- und Osteuropas haben nach Angaben des Ost-Ausschusses im ersten Halbjahr 2010 zusammen einen Anteil von 12,6 Prozent am gesamten deutschen Handel erreicht. Insgesamt seien mit dieser Region Waren im Wert von 102 Milliarden Euro ausgetauscht worden.
Im ersten Halbjahr 2010 seien rund 15 Prozent mehr Waren aus Deutschland nach Mittel- und Osteuropa geliefert worden als 2009, hieß es. Überdurchschnittlich sei der deutsche Export in die fünf wichtigsten Abnehmerländer gestiegen. Der Zuwachs lag demnach in Polen bei 17, in Russland bei 18, in Tschechien bei 17, in Ungarn bei 16 und in die Slowakei bei 29 Prozent.

Besonders der Export nach Russland sei nach langer Durststrecke zuletzt sprunghaft angestiegen, hieß es weiter. "Russland entwickelt sich wieder zum wichtigen Impulsgeber für die gesamte Region", sagte Mangold.
Noch stärker als der Export haben sich den Angaben zufolge die Einfuhren aus der Region entwickelt. Diese seien im ersten Halbjahr 2010 um ein Viertel gestiegen. Besonders die Importe aus den vier wichtigen Rohstoffländern Russland, Kasachstan, Aserbaidschan und Turkmenistan seien deutlich gestiegen.
ddp
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