IG Metall Küste ruft zu Demonstration auf
Schwerin (ddp-nrd). Mehrere Hundert Werftarbeiter aus Wismar und
Warnemünde wollen am Mittwoch (10. März) in Schwerin für den Erhalt
der Nordic-Yards-Schiffbaubetriebe und gegen das Ende der
Transfergesellschaften für die früheren Wadan-Werften protestieren.
Sie folgen einem Aufruf der IG Metall Küste. Geplant sind eine
Demonstration vor dem Landtag und eine Mahnwache vor der
Staatskanzlei. Von der Landesregierung und vom russischen Eigner
Vitaly Yusufov werden klare Bekenntnisse zu den in den Strudel der
Wirtschaftskrise geratenen Werften erwartet. Schwerin wird damit
genau 18 Jahre nach der ersten Werftenkrise im Land wieder zum
Schauplatz von Schiffbauer-Protesten.
Das Parlament beschäftigt sich am Donnerstag mit den Perspektiven
der im August 2009 nach der Wadan-Insolvenz von Yusufov übernommenen
Standorte in Wismar und Warnemünde. Dem Landtag liegen dazu Anträge
von Koalition und Linkspartei vor.

Den heutigen Nordic Yards-Werften fehlen Aufträge. Inzwischen sind
rund 1400 ehemalige Wadan-Mitarbeiter in Transfergesellschaften. Ende
März läuft diese Übergangslösung jedoch aus. Die Gewerkschaften
fordern eine Verlängerung bis Ende Juli. Die Landesregierung in
Schwerin lehnt das bislang ab. Um den Weggang von hoch qualifizierten
Beschäftigten in andere Branchen und Bundesländer zu verhindern,
verlangt die Gewerkschaft vom russischen Investor, die im Kaufvertrag
zugesicherte Beschäftigung von mindestens 1200 Mitarbeitern
einzuhalten.
(ddp)
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