Audi überholt BMW
München/Ingolstadt (ddp-bay). Von der steigenden Nachfrage nach
Luxusautos in den USA und China hat auch BMW im vergangenen Monat
profitiert. Weltweit lieferte der Konzern im Februar 91 758 Autos der
Marken BMW, Mini und Rolls-Royce bei seinen Kunden ab, wie das
Münchner DAX-Unternehmen am Dienstag mitteilte. Das entspricht
gegenüber dem schwachen Vorjahresmonat einem Anstieg von 14 Prozent.
Dabei meldete die Kernmarke BMW im Februar mit 78 248
Auslieferungen 13,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Für den
Kleinwagen Mini entschieden sich nach der Einführung des neuen Cabrio
im Februar 13 443 Kunden, was einem Zuwachs von 16 Prozent
entspricht.
Besonders stark entwickelte sich bei BMW den Angaben zufolge das
Geschäft in Asien. In China wurden im abgelaufenen Monat 96,7 Prozent
mehr Fahrzeuge verkauft. Aber auch auf dem bis vor kurzem noch
krisengebeutelten US-Markt konnten die Münchner wieder zulegen und
verkauften dort 16,3 Prozent mehr Neuwagen. Auf dem Heimatmarkt
Deutschland gingen 6,8 Prozent mehr Wagen an die Kunden.

Auch die Rivalen Audi und Mercedes-Benz konnten im Februar
deutlich mehr verkaufen als im krisengeschwächten Vorjahresmonat. Die
Ingolstädter legten knapp ein Fünftel zu, die Stuttgarter knapp neun
Prozent. Damit überholte Audi im bisherigen Jahresverlauf nicht nur
den bisherigen Zweiten, Mercedes-Benz, sondern auch den
Branchenprimus BMW. Die Volkswagen-Tochter hatte im Januar und
Februar deutlich mehr Gas gegeben als die Konkurrenz und 153 700
Wagen an die Kunden gebracht. BMW landete mit 148 112 verkauften
Autos seiner Kernmarke auf Rang zwei vor Mercedes-Benz mit 139 100
verkauften Wagen.
Zu verdanken hat Audi das erneute Plus bei den Verkaufszahlen vor
allem dem starken China-Geschäft, wo die Absätze seit Monaten
steigen. Im Februar lag der Zuwachs in China (inklusive Hongkong) bei
61,7 Prozent auf 15 108 Fahrzeuge. In der Region Asien-Pazifik
verkaufte Audi 19 180 Wagen, ein Plus von 61,6 Prozent. In den USA
legten die Ingolstädter um gut ein Drittel auf 6216 Autos zu. Einzig
auf dem deutschen Heimatmarkt gingen die Verkaufszahlen zurück; das
Minus lag bei 3,3 Prozent auf 15 647 Autos.
(ddp)
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