Audi verbucht 2009 deutliche Rückgänge bei Umsatz und Gewinn
Ingolstadt (ddp). Die weltweite Finanzkrise hat dem Autohersteller
Audi im vergangenen Jahr einen deutlichen Gewinneinbruch beschert.
«Mit neuen Modellen werden wir auf den Wachstumspfad zurückkehren und
wollen 2010 auch den Umsatz und das operative Ergebnis des Jahres
2009 übertreffen», kündigte der Vorstandsvorsitzende Rupert Stadler
am Dienstag in Ingolstadt an.
Unter dem Strich verdiente die Volskwagen-Tochter im Krisenjahr
2009 1,3 Milliarden Euro, nach 2,18 Milliarden Euro im Vorjahr. Der
Umsatz schrumpfte, unter anderem aufgrund gesunkener Verkaufszahlen,
auf 29,84 Milliarden Euro. Im Vorjahr lag der Umsatz noch bei 34,2
Milliarden Euro. Das operative Ergebnis gab wegen der zusätzlichen
Verschlechterung im Produktmix deutlich auf 1,6 Milliarden Euro nach,
nach 2,77 Milliarden Euro im Vorjahr.
Damit bemerkte Audi die Krise zwar deutlich, schlug sich aber
besser als ein Großteil seiner Konkurrenten. So gab die
Daimler-Tochter Mercedes-Benz Mitte Februar einen Verlust vor Zinsen
und Steuern von rund einer halben Milliarde Euro bekannt. BMW will
die Ergebnisse für 2009 zwar erst am 17. März veröffentlichen, doch
hatten die Münchner Ende Januar zumindest auf Vorsteuerebene schwarze
Zahlen angekündigt.

2010 will Audi eigenen Angaben zufolge wieder die Rekordmarke von
einer Million ausgelieferten Fahrzeugen aus dem Jahr 2008 knacken.
Dazu beitragen soll nicht zuletzt auch der A1, der in der
Modellpalette unter dem A3 eingeordnet ist und mit dem Audi den
Sprung in das umkämpfte Premium-Kleinwagensegement wagt.
Audi beschäftigt weltweit rund 58 000 Mitarbeiter. Bei der Audi AG
sind es 44 300 Mitarbeiter, davon rund 31 400 in Ingolstadt und 12
900 in Neckarsulm.
(ddp)
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