KlöCo will 2010 operativ wieder schwarze Zahlen schreiben
Duisburg (ddp). Der Duisburger Stahl- und Metallhändler Klöckner &
Co (KlöCo) will nach einem verlustträchtigen Jahr 2010 zumindest
operativ wieder schwarze Zahlen schreiben. Auf Basis des Ergebnisses
vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll ein deutlich
positives Ergebnis erwirtschaftet werden, wie das Unternehmen am
Dienstag in Duisburg ankündigte. Das Unternehmensziel einer
Ebitda-Marge von mindestens sechs Prozent werde in diesem Jahr aber
noch nicht erreicht. Dafür solle das Umsatzwachstum 2010 über 20
Prozent betragen. Dies hatte der Vorstandsvorsitzende Gisbert Rühl
bereits vergangene Woche prognostiziert.
Die Wirtschaftskrise hat bei KlöCo 2009 tiefe Spuren hinterlassen.
So verkaufte das Unternehmen mit 4,1 Millionen Tonnen fast ein
Drittel weniger, der Umsatz ging um fast 43 Prozent auf 3,9
Milliarden Euro zurück. Neben dem Absatzrückgang begründete KlöCo das
Minus mit einem deutlich niedrigeren Preisniveau.

Im zweiten Halbjahr verbesserte sich die Lage. Das Unternehmen
wies auch für das Schlussquartal ein positives operatives Ergebnis
aus und verwies auf Sparmaßnahmen sowie wieder anziehende
Preisniveaus. Insgesamt lag im vergangenen Jahr der Ebitda-Verlust
bei 68 Millionen Euro, nach einem Gewinn von 600 Millionen Euro im
Vorjahr.
Vor Steuern summierte sich der Verlust auf 240 Millionen Euro,
unter dem Strich ergab sich ein Fehlbetrag von 186 Millionen Euro.
Vor einem Jahr hatte KlöCo noch 384 Millionen Euro verdient. Von Dow
Jones Newswires befragte Analysten hatten mit Rückgängen in diesem
Ausmaß gerechnet.
(ddp)
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