Wissenschaftler sieht die gesamte deutsche Branche gefährdet
Leipzig (ddp-lsc). Die Kritik an den geplanten Kürzungen der
Solarförderung reißt nicht ab. Martin Maslaton vom Vorstand des
Vereins Solar City Leipzig und Professor für das Recht der
Erneuerbaren Energien an der TU Chemnitz sprach am Montag von einem
«gigantischen Blödsinn» und einem «politischen Fehler», der auf jeden
Fall verhindert werden müsse. Die Pläne gefährdeten die sowieso schon
angeschlagene Entwicklung der gesamten deutschen Branche. Die
vorgeschlagenen Absenkungen kämen «zu schnell und zu drastisch»,
sagte Maslaton. «Das gleicht einer Regulierung mit dem
Vorschlaghammer.»

Werden die Kürzungen umgesetzt, drohe tausenden Arbeitsplätzen in
Sachsen das Aus, sagte Maslaton. Erst in der vergangenen Woche hatten
bundesweit Solarunternehmen gegen die Pläne der Bundesregierung
protestiert. In Sachsen gab es Aktionen in Dresden und Freiberg. Die
Einspeisevergütung für Solarstrom aus Dachanlagen soll ab April und
für Freiflächenanlagen ab Juli um 15 Prozent gesenkt werden. Für
Solaranlagen auf Ackerflächen sollen 25 Prozent weniger gezahlt
werden.
(ddp)
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